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11. May 2011, 19:34 Uhr Alter: 1 Jahre

E.ON: Gewinneinbruch und Verluste im Gasgeschäft

Von: Deian I.

Der Energiekonzern E.ON ist nicht mehr so profitabel wie in den vergangenen Jahren und muss mit einem Gewinneinbruch ins Jahr 2011 starten. Gründe für den Gewinneinbruch und Verluste im Gasgeschäft des größten Energieversorgers in Deutschland ist unter anderem der Verkauf des britischen Stromnetzes im April.



Demnach sank der bereinigte Nettogewinn im ersten Quartal um 34 Prozent auf 1,3 Milliarden EUR. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der Gewinneinbruch wurde von dem Unternehmen erwartet und dementsprechend kürzte die Gesellschaft die Prognose für das Jahr 2011. Das vorangezogene Ende der deutschen Atomkraft sei allerdings kein Grund für die Anpassung.



Konzernchef Joahnnes Teyssen hatte die drohenden Ergebniseinbußen in diesem Jahr bereits mehrmals in den vergangenen Monate angekündigt. Durch den Verkauf des britischen Stromnetzes korrigierte der Konzern das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für 2011 um 500 Millionen EUR nach unten. Die Ergebnisprognose für das laufende Jahr, die aktuell 10,7 Milliarden und 11,4 Milliarden EUR EBITDA liegt, könnte notwendig werden, wenn E.ON die beiden Kernkraftwerke Isar I und Unterweser nicht mehr anfahren darf.



Eigenen Angaben zufolge kostet der Stillstand der beiden Atommeiler den Konzern rund 250 Millionen EUR, dies könnte allerdings durch positive Effekte wieder ausgeglichen werden. Zum Entwurf des Abschlussberichtes der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingesetzten Ethikkommission, der vorsieht, die 7 ältesten Atomkraftwerke sowie den Problemreaktor Krümmel bis 2010 abzuschalten, machte E.ON keine Aussagen.



Teyssen warnte vor wenigen Tagen erneut vor einem voreiligen Ausstieg aus der Kernenergie. Den Ausstieg vor 2025 nannte er vor der Ethikkommission als unrealistisch, da die Stabilität der Netze nicht garantiert werden kann und die Strompreise steigen könnten. Sollte die Laufzeitverlängerung gekappt werden, erwägt der E.ON-Chef sogar eine Klage gegen die Brennelementesteuer.



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