E.ON: Johannes Teyssen bekennt sich zu Fehler
Von: Deian I.Trotz massiver Kritik der Angestellten des E.ON-Konzerns sowie zahlreichen Politikern verteidigt E.ON den Kurs seines Unternehmens, gab gleichzeitig aber auch zu strategische Fehler gemacht zu haben. Laut einer Spiegel-Vorabmeldung sagte der E.ON-Chef, dass "natürlich nicht jede Managemententscheidung auf die Butterseite gefallen ist".
Dem E.ON-Chef wird von Arbeitnehmervertretern vorgeworfen, dass er zu spät in die erneuerbaren Energien investiert habe. Im Zuge des Atomausstiegs, der dem Energieversorger massive Verluste einbringt, änderte E.ON seine Strategie und will in absehbarer Zeit rund 11.000 Arbeitsplätze von insgesamt 80.000 abbauen. Allein in Deutschland sind Verdi zufolge 6.000 Jobs gefährdet.
Teyssen beantwortete eine Medien-Frage, ob man über Konsequenzen für das Management plane, dass man natürlich darüber nachdenken müsse, ob im Aufsichtsrat die richtigen Personen sitzen. Er selbst habe bisher kein mangelndes Vertrauen feststellen können und traut sich selbst die Aufgabe auch weiterhin zu.
Seinen geplanten Sparkurs, der bis zu 11.000 Arbeitsplätze weltweit streichen soll, wird von dem E.ON-Chef auch weiterhin verteidigt. Dies sei ein wichtiger Faktor, damit E.ON, im Gegensatz zu anderen Konkurrenten, seine Investitionen nicht senkt, sondern an seinem Investitionsplan für erneurbare Energien und neue Märkte festhält.
Vergangene Woche forderten Arbeitnehmervertreter eine Jobgarantie für die derzeit rund 80.000 Beschäftigten des Energieversorgers. Desweiteren wurde E.ON von SPD-Chef Sigmar Gabriel vorgeworfen, dass der Konzern durch Fehlplanungen über 20 Milliarden EUR verlor, die nun für notwendige Investitionen fehlten.
Eine Beteiligung des russischen Gasriesen Gazprom wird derzeit von Teyssen abgelehnt. Eine solche Maßnahme sei aus seiner Sicht sinnlos. Für Themen wie neue Kraftwerksbauten sei der E.ON-Chef allerdings für Gespräche offen.
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