E.ON: Mitarbeiter in München werden entlassen
Von: Deian I.Die Leitung des größten Energiekonzerns in Deutschland kündigte vor mehreren Monaten bei der Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses einen umfassenden Sparkurs sowie der Abbau von bis zu 11.000 Arbeitsplätze weltweit an. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze soll in den deutschen Städten gestrichen werden. Die Konzerntochter E.ON Energie, die vor 5 Jahren in ein neues Verwaltungsgebäude in München umgezogen war, ist von dem Stellenabbau massiv betroffen und soll Medienberichten zufolge sogar komplett aufgelöst werden. Den Informationen zufolge sollen zwischen 1.000 und 1.500 Beschäftigte entlassen werden, was selbst die schlimmsten Befürchtungen der E.ON-Mitarbeiter übertrifft.
In den Münchener Niederlassungen des Energiekonzerns arbeiten rund 2.500 Mitarbeiter, von denen den Gerüchten zufolge nur noch 1.000 Beschäftigte übrig bleiben könnten. Bei E.ON Energie arbeiten aktuell 400 Mitarbeiter. Vertreter der Arbeitnehmerschaft zeigten sich geschockt von dem Vorhaben und drohen mit massiven Widerständen. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", die ihre Informationen vom stellvertretenden Betriebsratschef von E.ON Energie, Martin Cegla, erhielt, dass der Stellenabbau "sozialverträglich gestaltet werde".
Die Arbeitnehmervertreter wollen in den kommenden Tagen ein eigenes Konzept vorlegen, bei dem ein Großteil des Münchener Geschäftsbereichs verbleiben soll. E.ON plant eigenen Angaben zufolge allerdings seine Aktivitäten in Zukunft in Essen zu konzentrieren und das Geschäft von dort aus zu leiten. Qualifizierte Mitarbeiter werden somit voraussichtlich nach Essen ziehen müssen. Für die E.ON-Mitarbeiter, für die ein Umzug nicht infrage kommt, ist ein sozialverträgliches Ausscheiden vorgesehen, so der E.ON-Vorstand Bernhard Reutersberg gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". In der Hauptstadt des Freistaats Bayern sollen unter anderem die Niederlassungen der IT-Tochter und E.ON Bayern verbleiben, wobei diese in neue, günstigere Gebäude umziehen werden.
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