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1. August 2011, 20:37 Uhr Alter: 290 Tage

E.ON muss sparen

Von: Deian I.

Nicht nur EnBW muss den Gürtel stärker ziehen, auch der Energieriese E.ON will laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sparen. Dazu sollen 3 große Standorte geschlossen und hunderte Arbeitsplätze gestrichen werden. Von den Maßnahmen Betroffen seien die Energiesparte in München, die E.ON Ruhrgas in Essen aber auch die E.ON-Kraftwerkstochter in Hannover.



In seiner neuen Ausgabe schreibt das Magazin, dass es dazu bereits einen Vorstandsbeschluss gäbe. Ein Unternehmenssprecher sollte am Sonntag auf dpa-Anfrage den Bericht nicht kommentieren, sagte aber, dass E.ON aufgrund der erheblich veränderten Rahmenbedingungen die Strategie des Konzerns prüfe. Bisher sollen aber noch keine Entscheidungen gefallen sein.



In dem Bericht des Nachrichtenmagazins heißt es weiter, dass nicht alle Arbeitsplätze an den genannten Standorten wegfallen, sondern benötigte Geschäftsbereiche in die Düsseldorfer Konzernzentrale verlegt werden sollen. Auch für die ausländischen E.ON-Unternehmen seien ähnliche Modelle geplant. E.ON-Chef Johannes Teyssen sagte bereits in der Vergangenheit, dass er den Konzern mittelfristig in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) mit weniger Gewerkschaftseinfluss umwandeln wolle.



Am Sonntag kündigte die Dienstleistungsgewerkschaft Widerstand gegen die geplanten Maßnahmen an. Ein Verdi-Sprecher sagte den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe, dass es schwer vorstellbar sei, ein solches Konzept an dem Aufsichtsrat vorbeizubringen. Außerdem hat die E.ON Ruhrgas, die Gastochter des Energieunternehmens, erst im Jahr 2010 mit ihren 1.800 Beschäftigten einen 200 Millionen Euro teuren Neubau in Essen bezogen.



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