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11. November 2011, 18:02 Uhr Alter: 188 Tage

E.ON: Neue Speichermöglichkeiten für Windstrom werden getestet

Von: Deian I.

Deutschlands größter Energiekonzern E.ON startete ein Pilotprojekt, bei dem Strom aus Windenergie zu Wasserstoff umgewandelt wird. Die Investition in Höhe von 5 Millionen EUR wird im brandenburgischen Falkenhagen errichtet und soll diese Technologie erforschen.



Laut einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung wird die Anlage ab 2013 Strom, der aus regenerativen Energien gewonnen wird, mithilfe der sogenannten Elektrolyse, rund 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde produzieren. Die Elektrolyse ist ein Prozess, bei dem elektrischer Strom eine chemische Reaktion erzwingt. Der Wasserstoff wird anschließend in das Ontras-Ferngasnetz und als Erdgas genutzt. Das Erdgasnetz würde damit wiederum als Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien dienen.



Eigenen Angaben zufolge soll diese Technologie in Falkenhagen getestet und weiterentwickelt werden, bis sie kommerziell einsetzbar ist. Laut E.ON bietet diese Technologie ein enormes Potenzial, denn bereits heute könnte dem Erdgas im Netz rund 5 Prozent Wasserstoff beigefügt werden. In absehbarer Zeit soll der Anteil des Wasserstoffs auf bis zu 15 Prozent steigen, was bedeutet, dass die komplette in Deutschland erzeugte regenerative Stromerzeugung im Erdgasnetz gespeichert werden könnte.



Nach Angaben von Prof. Dr. Klaus-Dieter Maubach, einem Mitglied des E.ON-Vorstands und Mitglied im Bereich Technik und Entwicklung, braucht Deutschland neue Speicherkapazitäten, um den Anteil des wetterabhängigen Windstroms an der Stromerzeugung zu erhöhen. Die Nutzung der Erdgasinfrastruktur ist dabei eine vielversprechende Methode.



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