E.ON produziert zum ersten mal Strom aus dem Meer
Von: Deian I.Der Energiekonzern hat am Mittwoch sein erstes Wellenkraftwerk in Schottland vorgestellt. Dabei werden Wellenbewegungen über ein hydraulisches System in Strom umgesetzt.
Dieses Jahr soll die 750-Kilowatt-Anlage im European Marine Energy Center in Orkney in einer realistischen Meeresumgebung getestet werden. Das nördlich der schottischen Küste gelegene Kraftwerk wiegt 1.500 Tonnen und ist 180 Meter lang. Dabei liegt der Pelamis Wave Energy Converter nicht starr im Wasser, sondern passt sich den Bewegungen der Wellen an. So leistet die Konstruktion keinen Widerstand sondern taucht durch die Wellen hindurch und wandelt deren Energie in Strom um. Laut Forschern reicht die Kraft der weltweiten Ozeane aus, um den Strombedarf der gesamten Weltbevölkerung zu decken. Bisher ist die Nutzung der Wellenkraft von einer kommerziellen Nutzung noch weit entfernt.
E.ON baut immer mehr auf erneuerbare Energien und hat seit 2008 seine Kapazität im Bereich Wind, Biomasse, Solarstrom und Biogas von 400 Megawatt auf 3.200 Megawatt verachtfacht. Bis zum Ende des Jahres soll die Leistung auf 4.000 Megawatt und 2015 auf 10.000 Megawatt steigen. Derzeit investiert das Unternehmen massiv in Solarkraftwerke sowie Windparks und forscht intensiv im Bereich der Energie aus dem Meer.
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