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15. November 2011, 11:28 Uhr Alter: 184 Tage

E.ON reicht Verfassungsbeschwerde ein

Von: Deian I.

Nach dem von der deutschen Bundesregierungen beschlossenen Atomausstieg kündigten mehrere Energiekonzerne rechtliche Schritte gegen diesen an. E.ON macht seine Ankündigung zur Realität und reichte am Montag die Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Als erstes deutsches Unternehmen will E.ON einen Schadenersatz in Milliardenhöhe fordern.



Wie ein E.ON-Sprecher betonte, geht es bei der Beschwerde nicht um den Willen zur Energiewende. Seiner Meinung nach sei die erzwungene Stilllegung der Kraftwerke ein Eingriff in das Eigentum sowie die Gewerbe- und Berufsfreiheit. Wie der Sprecher weiterhin sagte, sei dieser Eingriff aus sicht des Energiekonzerns ohne Entschädigungen verfassungswidrig.



Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima zog weltweit zahlreiche Konsequenzen mit, von denen vor allem die deutschen Atomkraftwerksbetreiber kalt erwischt wurden. Bisher wurden 6 AKWs heruntergefahren bzw. komplett abgeschaltet. Den im Voraus verkauften Strom müssen die Energiekonzerne nun auf andere Art beschaffen, was weitaus kostspieliger ist.



Neben E.ON spielen noch weitere Energiekonzerne mit dem Gedanken, gegen den Atomausstieg zu klagen. Der Konkurrent Vattenfall überdenkt seine juristische Beschwerde. Vattenfall hat in den vergangenen Jahren rund 700 Millionen EUR in die Reaktoren Brunsbüttel und Krümmel investiert. Eigenen Angaben zufolge erwartet das Unternehmen eine "faire Kompensation".

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