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11. May 2010, 13:00 Uhr Alter: 2 Jahre

E.ON startet mit Gewinnsprung ins Jahr

Von: Deian I.

Der größte Energieversorger in Deutschland E.ON ist mit einem Gewinn ins Jahr 2010 gestartet. Von Januar bis März konnte das Unternehmen einen um Einmaleffekte bereinigten Überschuss von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Im Vergleich zum Jahr zuvor waren das 16 Prozent mehr.

 

Diese Meldung machte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf. Grund für den höheren Gewinn ist auch der steigende Energieverbrauch dank des langanhaltenden Winters, sowie der anziehenden Wirtschaft. Auch im Energiehandel konnte das Unternehmen sein Ergebnis verbessern. Das Geschäft in Großbritannien verbuchte in diesem Jahr ebenfalls einen Zuwachs nach dem eher schwachen Jahr 2009.

 

Zum Handelsauftakt gab die E.ON-Aktie 1,5 Prozent ab. Laut Händler waren die Zahlen zu erwarten, da der Konzern vor einer Woche einen Gewinnsprung von 20 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gemeldet hatte. Die Tochter Ruhrgas bereitet dem Konzern Kopfschmerzen. Das Pan-European-Gas-Segment musste zum Jahresbeginn erneut einen Gewinnrückgang verbuchen. Demnach sank das operative Ergebnis um 13 Prozent auf 713 Millionen Euro. Trotz des gesunkenen Absatzes bleiben die Preise weiter niedrig. Im Gegensatz zum Gesamtjahr 2009 bremste sich der Rückgang, damals brach der Gewinn in diesem Bereich um 33 Prozent ein.

 

Die Preise für Gas sind auf den Spotmärkten seit Monaten unter Druck, weil auf dem Markt ein massives Überangebot entstanden ist. Da E.ON unter anderem an Lieferverträge mit dem russischen Gasriesen Gazprom gebunden ist, sind dem Unternehmen die Hände gebunden. Mit einem Umsatz von 26,6 Milliarden Euro bleibt der Wert nahezu auf Vorjahresniveau. Der Überschuss ging auf sieben Prozent (2,3 Milliarden Euro) zurück und übertraf die Prognosen der Analysten. Damit konnte E.ON die Abschreibung über 900 Millionen Euro auf das US-Geschäft sogar besser als erwartet verkraften. Ende April einigte sich E.ON mit dem US-Versorger PPL auf einen Verkauf. Dieser soll dem Konzern 7,6 Milliarden US-Dollar einbringen, die das Unternehmen nutzen will, um seine Schulden zu senken. Konzernchef Teyssen warnte trotz des guten Jahresbeginns vor Euphorie, denn die Preise im Strom- und Gasgeschäft sind europaweit niedriger als noch im Vorjahr.



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