stromklar-logo.jpg, 47kB
10. August 2011, 21:31 Uhr Alter: 281 Tage

E.ON: Stellenabbau wird geprüft

Von: Deian I.

Die jüngsten Gerüchte um einen geplanten Personal-Abbaus des Energieversorgers E.ON scheinen sich zu bestätigen. Der geplante Atomausstieg zeigt nun seine ersten folgen, bis zu 11.000 Arbeitsplätze sind Gefahr, betriebsbedingte Kündigungen sind ebenfalls möglich.



Das bereinigte Ergebnis im zweiten Quartal des Energiekonzerns musste bereits durch Probleme mit ungünstigen Gaslieferverträgen, der Rücknahme der Laufzeitverlängerung sowie niedrigeren Stromerlösen stark leiden, sodass E.ON zum ersten Mal in seiner zehnjährigen Unternehmensgeschichte in die Verlustzone rutschte.



Am Mittwoch teilte das Düsseldorfer Unternehmen mit, dass die Brennstoffsteuer und das Atom-Aus den Konzern allein im ersten Halbjahr 1,9 Milliarden EUR kosteten. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erlitt einen Rückgang von 45 Prozent auf 4,33 Milliarden EUR.



Ersten Einschätzungen zufolge soll der bereinigte Überschuss auf 2,1 bis 2,6 Milliarden EUR sinken und damit auf nur die Hälfte des Vorjahres kommen. Bisher wurden 3 bis 3,7 Milliarden erwartet. Für 2013 sieht E.ON das eigene Unternehmen wieder im Aufwärtstrend, aber selbst dann traut sich das Unternehmen nicht zu, dass es an die Erfolge der letzten Jahre wieder anknüpfen wird.



Während der Versorger für seine Dividende bisher 1,30 EUR versprach, musste auch hier auf nur noch einen EUR gekürzt werden. Dennoch ist E.ON bereit auch in Zukunft 50 bis 60 Prozent seines bereinigten Gewinns auszuschütten. Als größter deutscher Atomstromproduzent ist der Energieversorger von dem Atomausstieg besonders stark betroffen. An den Plänen in Zukunft mehr Gewinn außerhalb zu Europas zu erwirtschaften hält E.ON allerdings weiter fest.



Laut derzeitigen Berechnungen plant E.ON zusätzliche Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden EUR, die zur Hälfte Auf Sachkosten entfallen, der Rest aber mit einem Stellenabbau erzielt werden muss. Die Entscheidungen über Betriebsbedinge Kündigungen wird der Aufsichtsrat aber erst im Herbst treffen.



Der deutsche Energieversorger hat derzeit mehr als 85.000 Mitarbeiter weltweit. Mit dem geplanten Stellenabbau könnte jeder zehnte Arbeitsplatz wegfallen. Konzernchef Johannes Teyssen erklärte in einer Mitteilung des Konzerns, dass es dem Unternehmen in den vergangenen Jahren, trotz zahlreicher Anstrengungen, nicht gelang, die Verwaltung zu vereinfachen. Damit der Konzern auch in Zukunft am Markt bestehen kann, müsse er einfachere, weniger kostenintensive und transparentere Strukturen schaffen.



Ähnliche Nachrichten:

Stromanbieterwechsel

Ratgeber

Stromvergleich

Strommarkt-News

Impressum

Linktipps