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6. May 2010, 15:49 Uhr Alter: 2 Jahre

E.ON Stromnetz steht vor milliardenteurer Modernisierung

Von: Deian I.

Angaben des Energieriesen E.ON zufolge wird das Stromnetz in Deutschland in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen stehen. E.ON-Vorstandschef Johannes Teyssen erklärte während der Hauptversammlung am Donnerstag in Essen, dass bis 2020 rund 20 Milliarden Euro an Investitionen für eine Modernisierung notwendig seien.

 

Hauptgrund für die anstehende Modernisierung ist der immer mehr zunehmende Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz. Die Erneuerbaren setzten eine stärker dezentral aufgebaute Netzstruktur voraus. Auch E.ON will sich an den Investitionen beteiligen und plant im Zeitraum 2007 bis 2012 Investitionen in Höhe von acht Milliarden Euro. Der größte Bereich der Investitionen geht in den Bereich der Windenergie. Bereits jetzt betreibt der Konzern im US-Bundesstaat Texas den größten Windpark der Welt. Darüberhinaus wurde vergangene Woche der Windpark vor der Nordseeinsel Borkum in Betrieb genommen.

 

Aus Sicht Teyssens sind Kernenergie und erneuerbare Energien keine Gegner, sondern zwei stützende Brückenpfeiler, die eine bessere Energiezukunft gewährleisten. Demnach sollte Deutschland auf keine der beiden Energietechnologien verzichten, bis man nicht hundertprozentig auf eine Energie verzichten kann. Dies gilt sowohl für Kohle als auch Kernenergie. E.ON soll von Teyssen ohne Zukäufe weiter nach vorn gebracht werden. Dafür baut der Konzern neue Kraftwerke, Gasspeicher und Netze. Das Unternehmen plant bis 2012 Investitionen von 24 Milliarden Euro in den Kraftwerkspark, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Erweiterung der eigenen Erdgasförderung. Auch der umstrittene Neubau des Kohlekraftwerks in Datteln wurde von Teyssen verteidigt. Laut Konzernangaben soll das neue Kraftwerk gegenüber alten Anlagen 1,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid jährlich einsparen. Wegen fehlerhafter Bauplanung ist die Fertigstellung des Kraftwerks allerdings bisher nicht möglich.



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