E.ON verkauft amerikanisches Strom- und Gasgeschäft
Von: Deian I.E.ON verkauft sein amerikanisches Strom- und Gasgeschäft für 7,6 Milliarden US-Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro) an die amerikanische PPL Corporation. Der Verkauf dient in erster Linie dem Abbau von Schulden. Seit einiger Zeit wurde bereits mit dem Verkauf gerechnet, jedoch musste dieser von den amerikanischen Behörden genehmigt werden. E.ON sitzt auf einem Schuldenberg von über 40 Milliarden Euro.
Laut Vorstandschef Wulf H. Bernotat trennt sich der Energieriese von einem leistungsstarken und soliden Geschäft. Dieses bot dem Unternehmen jedoch wenig Spielraum für eine strategische Weiterentwicklung. Der 61-Jährige gibt Anfang Mai seinen Posten ab und musste im vergangenen Geschäftsjahr erstmals seit mehreren Jahren Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnen. E.ON setzte im vergangenen Jahr 82 Milliarden Euro um. Der Konzernüberschuss betrug 5,3 Milliarden Euro. Mit dem Verkauf hat der Konzern sein Ziel, bis zum Jahresende 10 Milliarden Euro aus der Abgabe von Beteiligungen zu erzielen, bereits übertroffen. Kunden im Bundesstaat Kentucky wurden von E.ON US mit Strom und Gas beliefert. 3.100 Mitarbeiter arbeiten derzeit für E.ON US und der letzte Gewinn vor Zinsen und Steuern betrug 384 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien wird unter dem Label E.ON Climate & Renewables North America weitergeführt und nicht verkauft.
Ähnliche Nachrichten: