E.ON will Konzern umbauen
Von: Deian I.Der größte deutsche Energiekonzern E.ON will laut einem Zeitungsbericht sein Unternehmen neustrukturieren. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" plant Vorstandschef Johannes Teyssen einen grundlegenden Umbau des Konzerns. Nach dem Umbau werden die Töchter E.ON Energie in München und E.ON Ruhrgas in Essen an Bedeutung verlieren.
Auf der anderen Seite soll die Düsseldorfer Holding zum operativen Zentrum ausgebaut werden. Die Pläne soll Teyssen laut dem Bericht bereits vergangene Woche einigen Führungspersonen vorgestellt haben. Das Programm mit dem Namen "Steering and Leadership" soll laut Konzernsprecher die bisher sieben Konzernsparten durch fünf global gesteuerte Kerneinheiten - Kraftwerke, Gasbeschaffung, Handel, Erneuerbare Energien und Energieforschung - ersetzen. Außerdem soll das Endkundengeschäft in mehr als einem Dutzend Landesgesellschaften aufgeteilt werden.
Das kundennahe Geschäft wird in Zukunft regional nach Ländern bzw. Ländergruppen geordnet. Deutschland, Schweden und Großbritannien werden dabei eine Regionaleinheit bilde. Ost- und Südeuropa werden weitere Gruppen bilden. Während die europäischen Stromaktivitäten bisher von München aus gesteuert wurden, werden sich die Bayern in Zukunft mit dem deutschen Markt begnügen müssen. Dafür bekommt im Gegenzug die E.ON Energie die kundennahen Teile des Gasgeschäfts zugeschlagen - auf Kosten von Ruhrgas.
Nach Angaben des Unternehmenssprechers handelt es sich bei dem Dokument um ein Diskussionspapier, das in den nächsten Wochen noch ausgearbeitet werden muss. Das komplette Paket soll wie geplant im Herbst dem Vorstand präsentiert werden.
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