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18. August 2011, 19:15 Uhr Alter: 273 Tage

E.ON zerstört das Vertrauen seiner Belegschaft

Von: Deian I.

Nach Ansicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zerstört Deutschlands größter Energiekonzern E.ON mit seinen umstrittenen Kürzungsplänen das Vertrauen zwischen Management und Belegschaft, das jahrzehntelang aufgebaut wurde.



Verdi-Landeschef Detlef Ahting sagte der Nachrichtenagentur dpa in Hannover, dass er von der Spaltung innerhalb des Konzerns entsetzt sei. Selbst als das Vorgängerunternehmen VEBA und VIAG existierten, kam es nie zu einem vergleichbaren Eklat. Bisher war es immer selbstverständlich, dass bei Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und die Umbauten mit den Betriebsräten besprochen wurden.



Mit seiner Ankündigung bis zu 11.000 Jobs weltweit kündigen zu wollen, hat Johannes Teyssen Frust und Enttäuschung bei vielen Beschäftigten ausgelöst. Selbst für Verdi war die Vorwarnzeit vergangene Woche, als der Sparkurs angekündigt wurde, extrem kurz. Ahting hält auch die Begründung für den Jobabbau, der in Deutschland 6.000 Menschen ihre Arbeitsplätze kosten wird, für unpassend. In seinen Augen sei der Atomausstieg zwar eine schwere Belastung, jedoch würde selbst mit ihm für den Konzern unterm Strich etwas übrig bleiben.



Laut Ahting habe er nicht damit gerechnet, dass der Stellenabbau so massiv sei und dass die Beschäftigten für die strategischen Fehler des Managements Haften müssen. Das hat mit der Atomwende schließlich nichts zu tun.



Der Verdi-Chef fordert das Management des Energiekonzerns auf, die Betriebsräte und Gewerkschaften bereits vor der Aufsichtsratssitzung, die in November stattfindet, über die Details des Sparprogramms einzuweihen.



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