Erdgas soll Atomenergie ersetzen
Von: Deian I.Seit einigen Jahren wird nach einem passenden Energieträger gesucht, der den teuren Atomstrom ablösen und die naturbedingten Schwankungen von Wind- und Solarenergie ausgleichen kann. Die Umweltorganisation Greenpeace hält das Erdgas für die geeignete Brückentechnologie.
Laut dem Greenpeace Energieexperten Andreas Böhling ist das Erdgas die einzige Brücke, die auf lange Sicht trägt. Derzeit untersucht auch das Wuppertal Institut verschiedene Energieträger auf ihre Tauglich zur Brücken- und Ergänzungstechnologie für die erneuerbaren Energien.
Hauptthema derzeit in Deutschland ist die Atromkraft und ihre Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung in Deutschland. Die Atomenergie ist unflexibel und eignet sich nicht als Brückentechnologie, da sie nicht kurzfristig ab- und wieder zuschaltbar ist. Ein Kraftwerk muss nach einem Kaltstart etwa 50 Stunden laufen, bevor es einsetzbar ist.
Kohlekraftwerke sind wegen ihres klimaschädlichen CO2-Ausstoß eher kontraproduktiv und lassen sich, laut Martin Fischedick (Wuppertal Institut), nicht so flexibel einsetzen wie die Erdgaskraftwerke, die nach Meinung vieler Experten die erste Wahl zur Ergänzung der erneuerbaren Energien seien. Bis zum Jahr 2020 sollten nach Meinung von Martin Fischedick bis zu 20 Kraftwerke gebaut werden.
Ähnliche Nachrichten: