EU plant Aufsicht für Strom- und Gashandel
Von: Deian I.In Zukunft soll der Handel mit Strom und Gas in der EU transparenter werden und eine Aufsicht erhalten. EU-Energiekommissar Günther Oettinger äußerte sich diesbezüglich gegenüber der "Financial Times Deutschland". Demnach will er noch in diesem Jahr eine "sektorspezifische Regelungen für den Energiehandel" vorschlagen. In einer öffentlichen Konsultation mit Marktteilnehmern und Regulierern will die EU-Kommission klären, wie die europäische Aufsicht aussehen könnte.
Der aktuelle Spothandel ist im Gegensatz zum Handel mit Strom-Futures oder Emissionsrechten kaum reguliert und wird nicht von der Finanzaufsicht überwacht. Darüberhinaus spielt sich der größte Stromhandel außerhalb der etablierten Börsen wie der skandinavischen Nord Pool oder EEX in Leipzig ab. Laut Walter Boltz, Vizepräsident der Europäischen Regulierergruppe für Strom und Gas (ERGEG) gibt es zahlreiche Missbrauchsmöglichkeiten. Darüberhinaus sei der Gebrauch von Insiderinformationen nicht illegal.
Diese Information könnte von einem Versorger ungestraft ausgenutzt werden, der am nächsten Tag ein Kraftwerk abschaltet oder hochfährt. Es wird davon ausgegangen, das vorallem in kleineren EU-Staaten diese Manipulationen praktiziert werden. Deshalb muss Integrität und Transparenz immer stärker in den Vordergrund gebracht werden.
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