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22. February 2010, 19:52 Uhr Alter: 2 Jahre

Experte warnt vor Atommülllager Asse

Von: Deian I.

Ein weiterer Experte warnt vor einer Verfüllung des Atommülllagers Asse mit Beton und einer Salzlösung. Sollte es in Asse zu einem Notfall kommen, soll das Bergwerk geflutet werden.

 

Laut einer am Wochenende veröffentlichten Stellungnahme des Göttinger Chemie-Professor Rolf Bertram würden im Extremfall alle im Bergwerk lagernden radioaktiven Abfälle früher oder später mit der Lösung in Kontakt getreten. Der Geologe Ralf Krupp warnte bereits vergangene Woche, dass es bei einer Flutung der Asse nach wenigen Jahrzehnten zu einer radioaktiven Verseuchung kommen könnte. Bertram und Krupp sind beide Mitglieder der "Arbeitsgruppe Optionenvergleich", die das Atommülllager Asse-Projekt seit Jahren wissenschaftlich überwachen.

 

Umweltschützer fordern auf die Verfüllung des Atommülllagers Asse zu verzichten. Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte diese Forderung bereits geprüft und beschlossen, dass die Rückholung der Abfälle die beste Methode zur Stilllegung darstellt. Behördensprecher Werner Nording sagte, dass die Behörden sich nicht von der Vollfüllung verabschieden müssen, da man sich gar nicht für diese entschieden habe. Laut dem Chemie-Professor Rolf Bertram ist eine Flutung des Berkwerks im Fall der Fälle weiterhin vorgesehen. Das im Berkwerk gelagerte Material würde dann der Salzlösung ausgesetzt werden. Einer der Notfälle könnte eintreten, wenn das ins Bergwerk sickernde Wasser stark zunimmt und nicht mehr abgepumpt werden kann.



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