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8. July 2010, 13:33 Uhr Alter: 2 Jahre

Förderanträge für Ökoheizungen wieder verfügbar

Von: Deian I.

Ab Sofort werden Hausbesitzer beim Austausch ihrer alten Heizungsanlage wieder vom Staat unterstützt. Ab Montag können die Anträge auf Förderung von klimafreundlichen Heizungen beim BAFA gestellt werden. Die Behörde informiert auch diejenigen, die ihre Anträge neu stellen müssen.

Am Mittwoch entsperrte der Haushaltsausschus Mittel in Millionenhöhe, mit denen der Einbau klimafreundlicher Heizungen von der Bundesregierung gefördert wird. Das Geld kann von Hausbesitzern über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen, das bereits für die Abwrackprämie zuständig war. Im so genannten Marktanreizprogramm (MAP) stellte die Regierung in diesem Jahr rund 380 Millionen Euro zur Verfügung. Die Nachfrage war dermaßen Groß, dass Anfang März der Bundestag angesichts der unsicheren Finanzlage Haushaltsmittel für das Programm in Höhe von 115 Millionen Euro sperrte. Bereits Anfang Mai war das bis dahin verfügbare Geld aufgebraucht.

Das Bundesfinanzmisnisterium konnte beim Haushaltsausschuss die Freigabe des Geldes beantragen, was aber wegen heftiger Kritik von Ökonomen, Umweltschützern und Politikern aus der Wirtschaft zunächst nicht geschehen ist. Ende Juni unternahm das Ministerium letztendlich den notwendigen Schritt und schrieb einen Brief an die Ausschussvorsitzende Petra Merkel (SPD). Am Mittwoch entsperrte der Haushaltsausschuss das Geld endgültig.

Für Hausbesitzer bedeutet dies, dass sie ab Montag wieder Anträge auf die Förderung stellen, wie das BAFA mitteilte. Wer bis zum 3. Mai einen Antrag gestellt hatte, dessen Förderantrag wird demnächst, sofern alle Bedingungen erfüllt sind, genehmigt. Alle die den Antrag nach dem 3. Mai eingereicht haben, müssen die Förderung neu beantragen.

Die Befürworter des Förderprogramms sehen die Förderung für Notwendig, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Das Ziel sieht vor, den Anteil der erneuerbaren Energien bei Wärme von heute acht Prozent auf bis zu 14 Prozent im Jahr 2020 zu erhöhen. Die Wärmeproduktion trägt deutlich zu den Kohlenstoffdioxid-Emissionen in Deutschland bei. Durch eine Modernisierung könnten die Gase deutlich reduziert werden.


Laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) werden die Förderung von 380 Millionen Euro noch in diesem Jahr Investitionen von rund 2,8 Milliarden Euro auslösen. Das hilft sowohl dem lokalen Handwerk als auch der mittelständischen Industrie im Wärmesektor. Außerdem sollen die Einnahmen des Staates an Steuern höher sein als die Ausgaben für die Fördermittel. Wer die Förderung erhalten will muss seine alte Ölheizung durch Solarkollektoren, Biomasseheizungen oder eine neue Wärmepumpe ersetzten. Das Programm soll in den kommenden Jahren weiterlaufen, jedoch sollen die Fördermittel deutlich gekürzt werden.



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