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23. June 2010, 15:07 Uhr Alter: 2 Jahre

Gas-Transit von Gazprom verläuft ohne Probleme

Von: Deian I.

Nach Angaben des russischen Staatskonzerns Gazprom verläuft der Transit von Gas durch Weißrussland in den Westen trotz Konflikte der beiden Länder ohne Probleme. Vor einigen Tagen hatte Weißrussland mitgeteilt, die Gaszufuhr nach Europa sperren zu wollen.

Russland reagierte auf die Drohung und wies das Nachbarland darauf hin, dass das komplette weißrussische Pipeline-Netz in russischem Besitz sei. Demnach hat Präsident Alexander Lukaschenko kein Recht, die Leitung als Druckmittel im Finanzstreit zu nutzen. Am Mittwoche verkündete Gazprom-Chef Alexej Miller, der Gastransit verliefe bisher ungestört in den Westen.

Kurz zuvor sprach der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, von den ersten "Kürzungen" in Deutschland und Litauen. Der Präsident nannte aber keine weiteren Details. Das EU-Land Litauen ist komplett von den Transporten durch Weißrussland abhängig. In Deutschland werden vorerste keine Engpässe erwartet.


Um Minsk zur Zahlung ausstehender Schulden in Höhe von 192 Millionen US-Dollar (rund 157 Mio. Euro) zu zwingen, hatte Gazprom die Gaszufuhr nach Weißrussland auf 40 Prozent gesenkt. Weißrussland verlangt im Gegenzug 260 Millionen US-Dollar für Transitgebühren vom russischen Energiemonopolisten.



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