Gasag steigt ins Stromgeschäft ein
Von: Deian I.Die Berliner Gasag, Deutschlands größter kommunaler Gasversorger, will ab dem kommenden Jahr ins Stromgeschäft einsteigen. In den nächsten 5 Jahren will das Unternehmen 100.000 Stromkunden in Deutschlands Hauptstadt gewinnen, so der Gasag-Vorstand Andreas Prohl.
Mit Hilfe von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) soll der Strom erzeugt werden. Gleichzeitig will die Gasag in zahlreichen Mietshäusern Berlins KWK-Kessel aufstellen. Dabei erhalten die Hauseigentümer den Strom zum selben Preis wie bisher, jedoch wird gleichzeitig Strom produziert und den Mietern angeboten. Der Gasag-Strom soll etwa 5 Prozent unterhalb des Stadttarifs liegen.
Bereits vor wenigen Wochen begann das Unternehmen mit der Aufstellung der kleinen Kraftwerke. In den kommenden Jahren will die Gasag auch Energie aus Biogas und Sonnenlicht gewinnen. Die Gasag baut dafür derzeit in Mariendorf die größte Photovoltaik-Anlage Berlins mit einer Leistung von bis zu zwei Megawatt während in Brandenburg 3 Anlagen Biogas produzieren.
Mit dem Einstieg in den Strommarkt setzt das Unternehmen seine Strategie fort, unabhängiger vom Berliner Gasmarkt zu werden. Prohl sagte dazu, dass der Gasverkauf in Berlin mittelfristig weniger als 50 Prozent des Umsatzes ausmachen soll. Damit will das Berliner Unternehmen ein kompletter Energieversorger werden. Mit Investitionen in Höhe von 50 Millionen EUR in ihre Strompläne wächst damit die Konkurrenz zu Berlins bisher größtem Stromanbieter Vattenfall Europe, der mit knapp 32 Prozent an der Gasag beteiligt ist.
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