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20. July 2011, 20:13 Uhr Alter: 302 Tage

Gazprom soll E.ON bei Neuaufstellung helfen

Von: Deian I.

Mehr als ein Jahr nach seinem Amtsantritt bei dem größten deutschen Energiekonzern sieht der E.ON-Chef Johannes Teyssen noch immer Handlungsbedarf bei dem Unternehmen. Das "Manager Magazin" zitiert Teyssen, dass es E.ON noch lange kein "High-Performer" sei. Der E.ON-Chef sieht besonders im Bereich Verwaltung und Steuerung Verbesserungsmöglichkeiten.



Laut dem Vorabbericht mit dem Manager wolle E.ON in Zukunft wieder wachsen. Im Moment soll allerdings das Geschäft abgesichert und neu aufgestellt werden. Laut Teyssen müsse dies nun richtig gemacht werden, ansonsten würde der Konzern "die wachstumsstarke Zukunft nicht mehr erleben".



In seinem zweiten Jahr seiner Amtszeit will Teyssen interne Reformen durchsetzen. Ob E.ON im Bereich Personal abbauen müsse, wollte der Konzern-Chef nicht beantworten. Der Energieversorger müsse "möglichst effiziente, flexible Beschäftigungsstrukturen aufbauen, die zur Strategie passen." Im Bereich Wachstum soll sich der Konzern allerdings zurückhalten und vorsichtiger handeln und nicht wie in der Vergangenheit blind kaufen.



Auch zu den Expansionsplänen wollte sich der E.ON-Chef nicht äußern. In neuen Zielländern will das Unternehmen allerdings "Cluster" anstreben, das heißt mehrere Kraftwerke werden in einer Region gebaut und können somit kostensparend bewirtschaftet werden. Einzelne autonome Kraftwerke sollen nicht entstehen.



Zu den Gesprächen mit dem russischen Gasriesen Gazprom sagte Teyssen, dass man nicht über einen Einstieg des Konzerns verhandelt habe. Teyssen traf sich zwar mit Gazprom-Chef Alexej Miller unter vier Augen, wollte aber keine Details zum Gespräch geben. Unterweilen verhandelt der Konkurrent RWE mit Gazprom über eine Zusammenarbeit bei der Stromerzeugung.



Teyssen sagte weiter, dass der Energieversorger derzeit nicht auf der Suche nach einem Großaktionären sei. Der Konzern habe niemals seine Partner gefragt, ob sie E.ON-Aktien kaufen, sondern ob sie gemeinsam in Offshore-Technologie investieren wollen.



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