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26. January 2012, 16:27 Uhr Alter: 112 Tage

Gazprom will deutschen Unternehmen Konkurrenz machen

Von: Deian I.

Nach den unerfolgreichen Verhandlungen zwischen dem russischen Gasmonopolisten Gazprom und dem Energiekonzern RWE, die ein Gemeinschaftsunternehmen aufbauen wollten, will der Gaskonzern nun den deutschen Unternehmen eigenständig Konkurrenz machen.



Wie Gazprom-Chef Alexej Miller in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte, ist Gazprom in der Lage, "umfangreiche Investitionen zu tätigen". Seinen Angaben zufolge wolle sich der Gasmonopolist in Zukunft stärker auf dem deutschen Markt engagieren. Demnach plant Gazprom nicht nur wie bisher die Lieferung von Gas nach Deutschland, sondern auch den Einstieg in die Stromproduktion. Nach wie vor sei die Bereitschaft, in Kraftwerke zu investieren, sehr hoch. Dabei benötige der russische Gaskonzern keine Staatshilfen und lehnt Subventionen für den Bau neuer Kraftwerke grundsätzlich ab.



Neben den Einstieg ins deutsche Stromgeschäft gibt es für Gazprom und andere Versorger Probleme mit der Europäischen Kommission. Diese fordert eine Liberalisierung des Energiemarkts, indem die Rohstofflieferanten Wettbewerbern einen leichteren Zugang zu ihren Gasnetzen anbieten. Aus diesem Grund will die EU-Kommission die Gasförderung für den Pipieline-Betrieb trennen.



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