Gazprom will sich an RWE beteiligen
Von: Deian I.Bereits seit mehreren Tagen kursiert das Gerücht, dass sich der russische Energieriese Gazprom am RWE-Konzern beteiligen will. Nach Angaben von Jürgen Großmann, der Chef des zweitgrößten Energieversorgers in Deutschland, erwägt er eine Verknüpfung mit dem russischen Unternehmen.
Laut einem Bericht des "Spiegels" seien auch strategische Beteiligungen von Gazprom an RWE oder den Töchtern des Energieversorgers möglich. Auch eine Rolle des russischen Konzerns als Ankeraktionäre in dem Essener Konzern wäre denkbar. Am Freitag diskutierte der RWE-Chef in Paris mit dem Gazprom-Chef Alexej Miller über die aktuelle Lage.
Am Freitag bestätigte Gazprom die Gespräche zwischen Großman und Miller über die Zusammenarbeit ihrer Unternehmen. Nach Angaben einer RWE-Sprecherin ging es dabei über eine Revision der Gaslieferverträge. Den Bericht des "Spiegels" nannte sie spekulativ und wollte keinen Kommentar dazu abgeben.
Neben der möglichen Partnerschaft mit dem russischen Konzern will sich RWE am Essener Glasfaserspezialisten Vitronet beteiligen und damit den Ausbau intelligenter Stromnetze mit Hilfe des Glasfaserausbau unterstützen. RWE will 15 Prozent an dem Citynetzbetreiber erwerben, womit Ventizz weiterhin mehrheitlich beteiligt bleibe. Angaben zum Preis für die Beteiligung wurden nicht gemacht.
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