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30. June 2011, 19:16 Uhr Alter: 322 Tage

Gazprom zeigt Interesse an deutschen Strommarkt

Von: Deian I.

Am Donnerstag gab der russische Energieriese Gazprom seine Pläne bekannt, auf dem deutschen Strommarkt durchstarten zu wollen. Laut dem Gazprom-Chef Alexej Miller will sich der Konzern auf dem attraktiven deutschen Markt an Projekten zum Bau von Kraftwerken beteiligen. Dies gab der Gazprom-Chef auf der Jahresversammlung des Unternehmens in Moskau bekannt.



Nach Angaben von Miller habe Gazprom nicht nur das nötige Gas, sondern auch die Erfahrung, um den Projekten zum Erfolg zu helfen. Der Gazprom-Sprecher Sergej Kuprianow teilte auf der Jahresversammlung mit, dass der Konzern bereits mit der deutschen Seite verhandle.



Miller ist der Meinung, dass die Nachfrage nach Gas in Deutschland nach dem Atomausstieg deutlich ansteigen wird. Der Konzern studiert diesbezüglich mehrere Möglichkeiten für zusätzliche Einnahmen und nannte ein ehemaliges Interesse am Einstieg in Projekte des E.ON-Konzerns. Der deutsche Energieversorger wollte Gespräche darüber allerdings nicht bestätigen.



Für das laufende Jahr sollen die russischen Gas-Exporte nach Europa von 139 Milliarden im Jahr 2010 auf 158 Milliarden Kubikmeter in diesem Jahr ansteigen. Gleichzeitig will sich der Energieriese aber auch mehr den Märkten China, Indien und Japan zuwenden, deren Nachfrage stark wächst. Laut Miller lag im vergangenen Jahr der Anteil am europäischen Markt bei 23 Prozent, jedoch soll dieser aufgrund der wachsenden Zahl von Partnern in Asien sinken.



Im Jahr 2010 konnte Gazprom in Europa rund 30 Milliarden EUR erwirtschaften während der gesamte Exporterlös für 2011 bei geschätzten 50 Milliarden EUR liegen wird. Weltweit hält Gazprom einen Anteil von 15 Prozent an der Gasförderung und 18 Prozent an den Reserven.



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