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8. February 2011, 18:48 Uhr Alter: 1 Jahre

Gewinnsteigerung und weniger Investitionen bei EnBW

Von: Deian I.

Deutschlands drittgrößter Energiekonzern, EnBW, konnte 2010 seinen Gewinn deutlich steigern. Dennoch will das Unternehmen seine Investitionen um 5,1 Milliarden EUR zurückfahren. Dies kündigte EnBW-Chef Hans-Peter Villis am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen an.

 

Bisher waren Investitionen bis 2013 in Höhe von 7,9 Milliarden EUR vorgesehen. Desweiteren bestätigte Villis, dass sich die Verbraucher in den kommenden Jahren weiter auf Strompreiserhöhungen einstellen müssen.

 

Beim Neubau von Kohlekraftwerken will EnBW ab jetzt sparen, ausgerechnet aber auch bei den Erneuerbaren Energien. Laut dem EnBW-Chef wird der Konzern sein Investitionsprogramm leider anpassen müssen. Wegen des erhöhten Wettbewerbs und der energiepolitischen Rahmenbedingungen rechnet Villis für 2011 mit einem um bis zu 15 Prozent geringerem operativen Ergebnis.

 

EnBW investierte in den Bereich erneuerbare Energien zwar 1,5 Milliarden der geplanten 5,1 Milliarden Investitionen, angesichts des unternehmerischen Umfelds sei mehr aber nicht möglich. Dafür will der Konzern allerdings die Netze ausbauen. Gleichzeitig wollen die Karlsruher mit dem niedersächsischen Partner EWE vor allem bei Windparks und im Gasgeschäft in der Türkei zusammenarbeiten.

 

Im Gasgeschäft soll ebenfalls in Zusammenarbeit mit der EWE der Bau von Gasspeichern ermöglicht werden. Bis zum Jahresende soll über neue Gaslieferverträge entschieden werden. Die Option auf den Leipziger Gasimporteur VNG steht derzeit auf dem Prüfstand.



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