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28. September 2011, 20:26 Uhr Alter: 236 Tage

Griechischer Solarstrom weckt deutsches Interesse

Von: Deian I.

Die Griechen wurden besonders stark von der Wirtschaftskrise getroffen, die sich in einem riesigen Schuldenberg, einem Haushaltsdefizit von 9,5 Prozent sowie einer Arbeitslosenquote von 16 Prozent bemerkbar macht. Dennoch hat das beliebte Ferienland 300 Sonnentage im Jahr, die nun den griechischen Solarstrom nach Deutschland bringen sollen.



Das sogenannte Helios-Projekt soll die griechische Wirtschaft wieder zu alter Stärke verleihen und ausländische Investoren ins Land bringen, denn die Griechen wollen den deutschen Solarstrom verkaufen.



Das Projekt, das den Solarstrom nach Deutschland bringen soll, wurde nach dem griechischen Sonnengott Helios benannt. Nach Angaben des Umwelt- und Energieministers Giorgos Papakonstantinou ergibt das Projekt "wirtschaftlich absolut Sinn". Die Idee ist einfach: Griechenland verfügt über die notwendigen Ressourcen, in diesem Fall über 300 sonnige Tage im Jahr und Deutschland über das notwendige Geld - beide Länder haben etwas von dem Projekt. Zum einen können die Griechen ihre wirtschaftliche Lage verbessern, während Deutschland ihrem Ziel, bis 2020 seinen Energieverbrauch zu 20 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken, näher kommt.



Das Helios-Projekt soll auf rund 200 Quadratkilometern entstehen und sieht vor bis zum Jahr 2020 eine Jahresproduktion von 2,2 Gigawatt, und bis 2050 rund 10 Gigawatt zu erreichen. Die derzeitige Sonnenstrom-Produktion liegt bei nur 260 Megawatt. Um dem Projekt unter die Arme zu greifen, hat Athen bereits eine Investition in Höhe von 1,1 Milliarden EUR für den Bau mehrerer Photovoltaik-Anlagen erteilt.



Damit der Strom zu griechischen und ausländischen Kunden transportiert werden kann, werden die Stromnetze zwischen dem Festland und griechischen Inseln ausgebaut. Laut dem Umweltminister verfügt das Land derzeit über Solarstrom-Export-Kapazitäten von 2 bis 2,5 Gigawatt.

 

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