Große regionale Unterschiede in der Preisgestaltung der Ökostromanbieter
Von: Deian I.Deutschland will die erneuerbaren Energien in Zukunft immer stärker fördern. Spätestens seit der Atomkatastrophe in Japan denken viele Politiker anders. Auch wenn das Interesse nach dem Atomunglück langsam nachlässt, steigt die Zahl der Ökostromkunden beeindruckenderweise an.
Laut einer Studie der Bundesnetzagentur in Bonn erhielten im Jahr 2009 rund 2,6 Millionen deutsche Privathaushalte umweltfreundlichen Strom. Diese Zahl liegt nach Angaben einer aktuellen Umfrage von der Zeitschrift Energie & Management bereits bei 3,2 Millionen.
Wer aktuell auf der Suche nach einem Ökostromanbieter ist, sollte die Preise und Anbieter im Internet vergleichen. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Versorgern sind teilweise sehr groß. Ein vierköpfiger Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh pro Jahr muss im Schnitt 792 EUR pro Jahr zahlen. Regionale Unterschiede machen diesen Preis allerdings aus. Im bayerischen Aschaffenburg gibt es z.B. den günstigsten Ökostromtarif mit nur 722 EUR pro Jahr während die Kunden im sächsischen Görlitz stolze 878 EUR zahlen müssen.
Die Preisunterschiede der einzelnen Regionen lässt sich auf die Architektur des Strommarktes zurückführen. Alle Stromanbieter und Netzbetreiber müssen unter anderem Durchleitungs- und Transportkosten zahlen, diese beeinflussen den Strompreis und sind von Region zu Region unterschiedlich stark. Somit gestalten viele Ökostromanbieter ihre Konditionen deutschlandweit nicht einheitlich.
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