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26. December 2011, 22:22 Uhr Alter: 147 Tage

Große Rückschläge für Energiekonzerne E.ON und RWE

Kurz vor Weihnachten haben zwei der größten Energiekonzerne Deutschlands unschöne Nachrichten erhalten. Zum einen wird RWE scheinbar eine Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Gazprom aufgeben müssen, während sich E.ON von den Expansions-Plänen in Portugal verabschieden muss.

 

RWE und der russische Gaskonzern RWE wollten gemeinsam Kraftwerke in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien bauen. Dieses Vorhaben wird allerdings laut dem RWE-Chef Jürgen Großmann nun leider nicht mehr geschehen. Seinen Angaben zufolge hätten Russen den nötigen Brennstoff für die Gaskraftwerke zu günstigen Konditionen liefern können. Bedauerlicherweise konnten sich die beiden Konzerne allerdings nicht einigen, womit ein wichtiger Baustein für die stabile Zukunft von RWE wegbricht.



Auch bei den bestehenden Gas-Lieferverträgen erhoffte sich RWE Erleichterung durch eine Zusammenarbeit mit Gazprom. Im Gasgeschäft schreibt RWE nämlich große Verluste aufgrund der überdurchschnittlich hohen Preise. Eine RWE-Sprecherin bestätigte allerdings, dass RWE seine Investitionen und Mittelfristplanung einhalten werden. Vor Kurzem kündigte dazu der Stromanbieter eine Kapitalerhöhung in Höhe von 2,1 Milliarden EUR an.



Auch der Konkurrent E.ON scheiterte bei einem Geschäft im Ausland. E.ON konnte den Einstieg beim portugiesischen Stromriesen EDP nicht vollziehen, somit werden die Chinesen Three Gorges mit einem Kapitalanteil von 21,35 Prozent für rund 2,7 Milliarden EUR Hauptaktionär bei EDP werden. Portugiesischen Fachmedien zufolge lag die Offerte von Deutschlands größtem Energieversorger rund 200 Millionen EUR niedriger.



Laut E.ON-Chef Johannes Teyssen wäre die Beteiligung von E.ON "für beide Unternehmen sinnvoll gewesen", betonte aber gleichzeitig, dass E.ON seinem Grundsatz treu blieb, "nicht mehr zu bieten als nach ihrer Analyse marktgerecht und wertschaffend wäre". E.ON will seit der Atomwende den Konzern umbauen und überwiegend in erneuerbare Energien investieren. Ein Sparplan mit einem Stellenabbau konkretisierte sich vor Kurzem, als Johannes Teyssen die Pläne zum Erstaunen vieler Personen ankündigte. Der Konkurrent RWE baut sein Unternehmen ebenfalls um und will bis Ende 2013 rund 11 Milliarden EUR durch den Verkauf von Firmenteilen erwirtschaften.



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