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5. August 2011, 15:08 Uhr Alter: 290 Tage

Großmann-Nachfolge sorgt für Streit bei RWE

Von: Deian I.

Erst am Donnerstag wurde bekannt, dass für den RWE-Chef, Jürgen Großmann, ein Nachfolger gesucht wird. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll dies innerhalb des Aufsichtsrats des Energiekonzerns für Streit sorgen.



In einem Bericht des "Handelsblatt" vom Freitag heißt es, dass die kommunalen Aktionäre über den Vorstoß von Chefkontrolleur Manfred Schneider, den Niederländer Peter Terium zu küren, verärgert seien. Die Kommunen besitzen derzeit 4 Aufsichtsratplätze und halten 20 Prozent der RWE-Anteile. Sie favorisieren derzeit Rolf Martin Schmitz, der für das operative Geschäft im Vorstand zuständig ist.



Laut der Zeitung drohen die Vertreter der Kommunen damit, es auf eine Kampfabstimmung ankommen zu lassen. Sie schlagen Schmitz als Gegenkandidaten von Terium vor. Bis Sonntagabend, wenn sich die Mitglieder des Aufsichtsrats treffen, muss Schneider Einigkeit herstellen. Bereits am Montag treffen sich alle Aufsichtsräte, um einen Vizechef zu wählen, der Großmann 2013 an der Spitze ablösen soll.



Laut Schneider ist er von Terium überzeugt, weil dieser für einen Generationswechsel stehe. Teriums Karriere bei RWE begann im Jahr 2003. Seit 2009 arbeitet er in der Führungsspitze der niederländischen Tochter Essent.



Laut dem Handelsblatt wartet die Arbeitnehmerseite das Geschehen noch ab. Verdi-Chef Frank Bsirske, der auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende ist, sei über die aktuelle Lage informiert. Bsirske habe nach Angaben der Zeitung Schneider bereits angekündigt, Schmitz zu wählen, sollte er die Kapitalseite nicht vereinen kann.



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