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24. March 2010, 10:17 Uhr Alter: 2 Jahre

Hälfte des Kraftwerksparks in der EU muss bis 2030 erneuert werden

Von: Deian I.

Rund die Hälfte des Kraftwerkparks in Europa muss nach Ansicht des EU-Energiekommissars Günther Oettinger (CDU) bis 2030 erneuert oder komplett ersetzt werden. Darüberhinaus muss in den kommenden Jahren das Stromnetz zu intelligente Netze (smart grids) umgewandelt werden. Noch in diesem Jahr möchte der Energiekomissar einen Vorschlag zu den öffentlichen Finanzhilfen für die Energieinfrastruktur machen. Diese Aussagen machte Oettinger bei einer Grundsatzrede zum Thema erneuerbare Energien am Dienstag in Brüssel.

 

Oettinger fordert auch die Industrie auf, stärker in die Entwicklung neuer und moderner Technologien zu investieren. Besonders im Bereich Windenergie, Atomkraft sowie die CO2-Abscheidung und -Speicherung für Kohlekraftwerke (CCS) sind große Investitionen notwendig. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobt Oettinger, da er scheinbar die Strategie seines Amtsvorgängers Andris Piebalgs verfolgt. Bis zum Jahr 2020 will die EU ihre Energie zu 20 Prozent aus erneuerbaren Quellen beziehen. Greenpeace-Energieexperte Sven Teske sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass Oettinger sich bereits heute für erneuerbare Energien stark einsetzen muss, da dies für die Zukunft entscheidend sei. In den kommenden Jahren wird Energie aus erneuerbaren und herkömmlichen Quellen stärker in Konkurrenz treten. In diesem Fall wird es schwerer sein Atom- oder Kohlekraftwerke herunterzufahren als zum Beispiel Wasser- oder Biogaskraftwerke. Ein Bau eines herkömmlichen Kraftwerks in den kommenden Jahren würde die Energiewirtschaft über mehrere Jahrzehnte prägen.



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