Hans-Peter Villis verlässt EnBW
Von: Deian I.Nach über 4 Jahren im Amt verlässt Hans-Peter Villis, der Vorstandschef der EnBW, die Spitze des drittgrößten Energieversorgers in Deutschland. Der 53-jährige Manager will spätestens im Herbst 2012 das Unternehmen verlassen.
Als Verfechter der Atomkraft war Villis der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg lange Zeit ein Dorn im Auge. Der durch den Atomausstieg angeschlagene Energieversorger soll mithilfe eines Sparprogramms auf einen neuen Kurs geleitet werden, um wieder konkurrenzfähig zu werden.
Der Vertrag von Hans-Peter Villis läuft Ende September kommenden Jahres aus und der EnBW-Vorstandschef will diesen nicht verlängern. Dies kündigte die EnBW am Dienstag an. Als Begründung gab das Unternehmen an, dass Villis seinen Angaben zufolge "nicht mehr vom ungeteilten Vertrauen des Aufsichtsrats ausgehen kann". Insider gehen davon aus, dass Villis das Unternehmen früher verlassen wird.
Der Atomkonzern EnBW steckt aufgrund des Atomausstiegs in einer tiefen Krise und muss 2 seiner insgesamt 4 Reaktoren abschalten. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben, forderte Villis eine Finanzspritze in Höhe von 800 Millionen EUR. Während sich die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) dazu bereit erklärte, 400 Millionen EUR aufzubringen, zögerte die Regierung aufgrund einer nicht klaren Strategie des Energieversorgers.
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