Höhere Renditen für neue Stromleitung von RWE-Tochter wurden erlaubt
Von: Deian I.Der Bau einer neuen Höchstpannungsstromleitung in Nordrhein-Westfalen wurde von der Bundesnetzagentur genehmigt. Am Donnerstag genehmigte die Bonner Behörde der RWE-Tochter Amprion ein so genanntes Investitionsbudget. Somit darf das Unternehmen in Zukunft höhere Erlöse für die Durchleitung von Strom durch die neue 128 Kilometer lange Leitung verlangen, als bisher durch den Regulierer erlaubt war.
Die Höhere Rendite soll den wichtigen Ausbau des Netztes fördern, der für den Durchbruch der Windenergie wichtig ist.
Die neuen Leitungen sollen den in der Nord- und Ostsee erzeugten Strom der geplanten Windparks zu den Verbrauchern im Süden Deutschlands transportieren. Derzeit kann das Netz diese Stromvolumen nicht vertragen und es drohen Übertragungsengpässe.
Viele Netzbetreiber hatten sich über die von der Regulierungsbehörde genehmigten Erlösobergrenzen beschwert, die zu niedrig seien, um neue Netze zu bauen. Deshalb wurden Investitionsbudgets eingerichtet, die von den Netzbetreibern bei der Netzagentur beantragt werden können. Bislang sind bei der Behörde circa 480 Anträge mit einem Volumen von insgesamt rund 15 Milliarden Euro eingegangen. Davon wurden bereits rund 320 Verfahren mit einem Genehmigungsvolumen von mehr als 7,4 Milliarden Euro abgeschlossen worden. Laut Netzagentur-Chef Matthias Kurth garantiert die Netzagentur mit ihrer Entscheidung ein langfristiges Kapital, was für die Netzausbauprojekte und wirtschaftliche Planungssicherheit notwendig ist. Die Höchstspannungsleitung von Amprion wird auf einer 128 Kilometer langen Nord-Süd-Achse durch Nordrhein-Westfalen verlaufen.
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