Hohe Investitionen in deutsches Stromnetz
Von: Deian I.Mit der anstehenden Energiewende kommen auf den deutschen Staat und die Strom-Industrie hohe Kosten zu, denn für den Ausbau des Hochspannungsnetzes müssen mehrere Milliarden investiert werden, um 3 neue sogenannte Stromautobahnen entstehen zu lassen.
Die Netzbetreiber 50 Herz, Tennet, Amprion sowie eine Abteilung der EnBW werden sich laut einem Bericht der Financial Times Deutschland an dem Projekt beteiligen. Mit den neuen Stromleitungen soll der Strom, der im Norden und Osten aus erneuerbaren Energien produziert wird, sicher und schnell nach Süd- und Westdeutschland transportiert werden kann.
Der Ausbau der Stromnetze wurde von der Bundesregierung nach dem Ausstieg aus dem Atomstrom beschlossen. Der Netzbetreiber 50 Herz ist bereits, rund eine Milliarde EUR dafür zu investieren und ein rund 600 Kilometer langes Stromnetz zwischen dem Rhein-Main-Gebiet und dem Raum Magdeburg zu bauen. Die erste Genehmigung diesbezüglich wurde bereits bei der Bundesnetzagentur beantragt. Ein Unternehmenssprecher teilte allerdings mit, dass bis zu 8 Jahre vergehen könnten, bis mit dem Bau begonnen werden kann.
Das Unternehmen Tennet, eine ehemalige E.ON-Tochter, will ebenfalls eine Leitung von Nord- nach Süddeutschland bauen, die rund 900 Kilometer lang und mehrere Milliarden EUR kosten wird. Im kommenden Frühjahr will der Konzern genauere Informationen bekannt geben. EnBW will mit seiner ehemaligen Tochter Amprion eine Stromleitung aus dem Rheinland in den Stuttgarter Raum verlegen, nannte aber diesbezüglich keine genauen Details.
Um Kosten zu sparen und sich vor beschwerenden Bürgern zu schützen, werden die neuen Leitungen teilweise an bestehenden Masten montiert. Die Stromübertragung über lange Entfernungen ohne einen großen Spannungsverlust soll mit sogenannten Hochspannungsgleichstromübertragungen garantiert werden.
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