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9. April 2010, 08:34 Uhr Alter: 2 Jahre

Intelligente Ladestationen für Elektroautos

Von: Deian I.

Elektrofahrzeuge sollen in den folgenden Jahren die herkömmlichen Autos mehr und mehr ablösen. Bisher steht jedoch der Strom aus erneuerbaren Energien zum Betanken der Fahrzeuge nicht immer zur Verfügung. Deshalb wird eine intelligente Ladestation benötigt, die die Ladezeiten an das Energieangebot und die Netzauslastung anpassen kann.

 


Angetrieben von Strom aus erneuerbaren Energien sollen in Deutschland bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein. Laut Bundesumweltministerium wird in zehn Jahren grüner Strom 30 Prozent der Gesamtmenge ausmachen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie prognostiziert sogar 47 Prozent, also rund die Hälfte der Gesamtmenge. Theoretisch wäre also eine CO2-neutrale Elektromobilität machbar, jedoch bedeutet mehr Sonnen- und Windenergie einen hohen Stromanteil, dessen Verfügbarkeit sich nicht so leicht steuern lässt. Außerdem besteht die Gefahr, dass in bestimmten Zeiträumen extreme Nachfrage entsteht. Die Stromnachfrage wie bisher, die sich alleine am Verbrauch orientiert, ist dem nicht gewachsen.

 


Dominik Noeren vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE braucht Deutschland ein Smart Grid, also ein intelligentes Netz, das sowohl Strom als auch Informationen überträgt. Darüberhinaus muss sich die Stromerzeugung am Angebot orientieren. Elektroautos bringen die notwendige Masse mit, um viel Energie zu speichern. Bisher muss ein Auto mindestens 20 Stunden parken und aufladen. Somit ist genug Zeit, um die Batterie dann aufzuladen, wenn der Wind auffrischt und die Nachfrage von Strom niedrig ist.

 


Die Intelligente Ladestation erlaubt es dem Elektrofahrzeug sich dann mit Strom aufzuladen, wenn die Netzlast niedrig und der Anteil erneuerbarer Energien hoch ist. So lassen sich die Beiträge von Wind und Sonne voll nutzen. Laut Noeren ist es wichtig, dass der Kunde entscheidet wann er tankt und keine Nachteile für ihn entstehen. Darüberhinaus fordert der Forscher einen Stromtarif, der sich an die Netzlast anpasst. So ist der Strom bei hoher Nachfrage teurer und bei einem überangebot an erneuerbaren Energien besonders günstig. Der Kunde kann über die Ladestation steuern, wann das Auto fahrbereit sein muss. Die Ladestation ermittelt die Kosten und steuert den Ladevorgang. Über ein Display wird dem Nutzer der Ladefortschritt und die Kosten angezeigt.



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