Kein Eigenheim ohne Solardach
Von: Deian I.Architekten akzeptieren bereits die Fotovoltaik. So werden die ersten Bauelemente bereits auf Hauswände und Fenster installiert.
Für Architekten waren Solaranalgen bisher ein eher uninteressantes Gebiet. Als die Industrie begann den Architekten Fotovoltaiksystem für Dächer und Fassaden näher zu bringen, wiesen diese die Technik strikt ab. Dennoch wurden bisher etwa 450.000 Solaranlagen auf deutsche Dächer montiert. Die Aussage der Architekten war fast immer die selbe: "Die hässlichen Module verderben mir meinen Entwurf". Architektur-Professor Manfred Hegger von der Technischen Universität Darmstadt ist der Ansicht, dass bisherige Wohnhäuser mit Solaranlagen wirklich nicht sehr schön sind. Dennoch haben sich die Urteile der Architekten bereits geändert. Mittlerweile können diese nämlich zwischen farbigen Bauelementen wählen und haben somit mehr Gestaltungsfreiraum. Die Münchener Architekten Goetz Hootz Castorph nutzen mittlerweile Solaranlagen ganz selbstverständlich. Thomas Dittert, der als deutscher Solar-Pionier unter den Architekten gilt, können Solaranlagen mittlerweile sehr vielfältig gestaltet und integriert werden.
Der Hamburger Architekt Stephan Starcke achtet, wie viele seiner Kollegen, bei der Planung von Gebäuden auf Ästhetik, Funktionalität und Energieeffizienz. So ist der Gestaltungsspielraum in den letzten Jahren durch unterschiedliche Formen und Farben der Solaranlagen größer geworden. Mittlerweile werden Fotovoltaik-Bauelemente auch an Balkonen und Fassaden angebracht. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung präsentiert seit 2008 das "Plus-Energie-Haus" in verschiedenen Teilen Deutschlands, wo die neuen Anlagen bestaunt werden können. Manfred Hegger hat in diesem Projekt Solarmodule in den Sonnenschutzlamellen vor den Fenstern integriert. Zusätzlich sind Flachkollektoren in das Dach eingelassen, um Warmwasser zu erzeugen. Diese Maßnahmen sorgen für eine höhere Energieerzeugung als das Haus selbst verbraucht.
Laut Experten ist der Wirkungsgrad der Anlagen am höchsten, wenn großflächiges poly- oder monokristalline Module auf Dächern mit einer Neigung von 30 bis 40 Grad und Richtung Süd- oder Südwesten. Auch denkmalgeschützte Bauten können mit Solaranlagen ausgestattet werden. Ein Projekt in Schwalmstadt beweist dies, dort wurde auf das denkmalgeschützte Haus der Brauerei Haaß 110 schwarze Solarmodule installiert. Das kleine Kraftwerk erzeugt eine Nennleistung von 18,7 Kilowatt und harmoniert sehr gut mit den hellen Wänden des Gebäudes.
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