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3. August 2011, 18:08 Uhr Alter: 292 Tage

Keine Strompreissenkungen in Aussicht

Von: Deian I.

Obwohl der Energieversorger RWE drei seiner Vertriebstöchter verkaufen will, um seinen Finanzspielraum auszuweiten, erwarten Analysten und Branchenkenner keine positive Auswirkung auf die Strompreise.



Trotz der jüngsten Verkaufs- und Sparpläne der Branchengiganten E.on und RWE geht der Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA) nicht von sinkenden Strompreisen aus. Nach Angaben des VEA-Geschäftsführers Volker Stuke sei die Finanzierung des Netzausbaus in Deutschland noch immer nicht geklärt, auch wenn die Konzerne fehlende Einnahmen aus der Kernenergie durch Beteiligungsverkäufe ausglichen. Letztendlich werden die Investitionen in Milliardenhöhe für neue Trassen und Erdverkabelung zum Transport des Ökostroms an den Kunden hängen bleiben.



Die jüngst von der Regierung beschlossene Atomwende versetzt die Energiekonzerne immer stärker unter Druck. Der Energiekonzern RWE muss schwere Verluste in Kauf nehmen, plant aber laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" den Verkauf mehrerer Tochterfirmen für den Vertrieb von Strom und Gas. Am Dienstag berichtete das Blatt, dass RWE dazu die Frankfurter Süwag Gruppe, der Saarbrücker Versorger VSE und die Koblenzer Elektrizitätswerke veräußern wird. Weder die VSE noch RWE wollen den Bericht derzeit kommentieren.



Der Vorstandschef der RWE Jürgen Großmann hat die Trennung von den Tochtern im Wert von 8 Milliarden EUR bereits angekündigt. Am kommenden Montag will er seine Pläne dem Aufsichtsrat präsentieren.



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