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10. May 2011, 20:06 Uhr Alter: 1 Jahre

Kommunen wollen Mehrheitsbeteiligung an E.ON Thüringer Energie

Von: Deian I.

Nachdem die E.ON Thüringer Energie gestern ankündigte, wegen interner Strukturänderungen 800 Mitarbeiter zur einer Tochterfirma verschieben zu wollen, wollen nun Thüringer Kommunen ihren Anteil an dem Energieversorger von derzeit 47 Prozent auf 51 Prozent aufstocken.



Mit dem Anteil von 51 Prozent hätten die Kommunen die Mehrheit, so Manfred Hellmann, Energieexperte der Linke-Fraktion und gilt als Reaktion auf die gestrige Entscheidung der E.ON Thüringer Energie. Denn nach der Strukturveränderung wären die Kommunen nicht mehr im Gremium vertreten und hätten somit keinen Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Die Entscheidung zum Ankauf von Anteilen wurde bei einem Treffen von deutlich mehr als hundert Bürgermeistern einhellig getroffen.



Nach Angaben von E.ON folgen sie lediglich den Vorgaben der Bundesnetzagentur, die die Trennung von Vertrieb und Netzen bei den Energieversorgern vorsieht. Demnach sollen rund 800 Mitarbeiter zur TEN Thüringer Energienetze GmbH wechseln, die bisher nur 30 Mitarbeiter beschäftigt. Dem Versorger zufolge handelt es sich bei diesem Schritt um eine rein interne Veränderung, ohne die Tätigkeit, Bezahlung und soziale Absicherung der Beschäftigten zu betreffen.



Laut dem Bürgermeister von Viernau sind die Kosten für eine Anteilsaufstockung von den Kommunen machbar. Die Gespräche sollen so schnell wie möglich beginnen, jedoch hat E.ON ähnliche Überlegungen in der Vergangenheit abgelehnt.



Das Mitglied des KEBT-Aufsichstrates und Bürgermeister von Hildburghausen, Steffen Harzer, zeigte sich empört über die Beabsichtigung des Energieversorgers, den Einfluss über das Eigentum der Kommunen entziehen zu wollen. Seiner Meinung nach gäbe es die Möglichkeit, den Vertrieb bei der E.ON zu lassen und den Netzbetrieb einer kommunalen Gesellschaft zu übertragen.



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