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4. March 2010, 15:20 Uhr Alter: 2 Jahre

Kürzung der Solarförderung beschlossen

Von: Deian I.

Die seit Wochen diskutierte Kürzung der Förderung von Solarenergie wurde von der Regierung nun beschlossen. Wie geplant sollen ab Juli die neuen Regelungen in Kraft treten.

 

Das Bundeskabinett hat beschlossen zukünftig die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen um 16 Prozent zu senken. Auch der Bau großer Freiflächenanlagen wird mit Kürzungen um 15 Prozent unattraktiver für Investoren. Dafür soll der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms mehr gefördert werden. Demnach soll der Eigenverbrauch stets um 12 Cent niedriger vergütet werden, als die Einspeisung in das allgemeine Stromnetz.

 

Nach langen Diskussionen hat sich die Union und FDP letzte Woche auf Kürzungen geeinigt. Der Eigenverbrauch aus Solaranlagen soll soll von drei auf acht Cent pro kWh steigen. Das unabhängige Institut R2b Energy Consulting GmbH hat berechnet, dass die Verbraucher die Solarstrom-Produktion in Deutschland mit rund 96 Milliarden Euro subventionieren werden. Diese Berechnung geht dann auf, wenn bis 2020 jährlich Solarmodule mit einer Leistung von 3.000 Megawatt installiert werden. Laut Berechnungen wird die Solarförderung den Verbraucherstrompreis im Jahre 2020 um 1,3 Cent pro kWh teurer machen.

 

Die jetzige Subventionskürzung ist Dank der Preissenkung im vergangenen Jahr für die Fotovoltaikanlagen inklusive Installation in Kraft getreten. Laut den Berechnungen und Planungen von R2b soll die Solarstromerzeugung von heute 10 Terawattstunden auf 38,5 Terawattstunden im Jahre 2020 steigen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass erst zwischen 2020 und 2025 neue Solarmodule an guten Standorten wirtschaftlich Strom erzeugen. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte an, dass sein Bundesland alles versuchen würde, um noch Änderungen durchzusetzen. Die Senkung von 16 Prozent sei viel zu hoch und unakzeptabel. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hingegen verteidigte die Kürzungen erneut. Die Markpreise sind um bis zu 40 Prozent bei Solaranlagen gesunken und somit seien die Kürzungen gerechtfertigt.



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