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28. July 2010, 20:17 Uhr Alter: 2 Jahre

Kürzung der Solarförderung sorgt für zahlreiche Anträge

Von: Deian I.

Kurz vor der Kürzung der staatlichen Förderung von Solarstrom-Anlagen reichten noch viele ihre Einträge ein und sorgten somit für einen massiven Ausbau. Die zuständige Bundesnetzagentur in Bonn verzeichnete in den letzten vier Wochen vor dem Stichtag 1. Juli weit mehr als 50.000 Anmeldungen. Dies teilte die für die Gewährung zuständige Bundesnetzagentur am Dienstag mit.

Die 50.000 Anmeldungen waren mehr als ein Drittel als die insgesamt im ersten Halbjahr 2010 eingereichten Anträge (135.000) für die Förderung. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden bei der Netzagentur nur rund 160.000 Meldungen eingereicht. Die Meldung ist eine Voraussetzung, um das Fördergeld zu bekommen.

Nach wochenlanger Diskussionen hatten der Bundestag und Bundesrat eine Reduzierung der Förderung von auf Hausdächern zum 1. Juli um zunächst 13 Prozent beschlossen. Am 1. Oktober wird eine weitere Kürzung um drei Prozent folgen. Anlagen, die vor den Stichtagen angemeldet wurden, werden 20 Jahre lang die alten Sätze gezahlt.


Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, erklärte, dass in den letzten Wochen eine Flut von Datenmeldungen verzeichnet wurde. Die Leistung aller im ersten Halbjahr 2010 neu angemeldeten Solaranlagen beläuft sich auf mehr als drei Gigawatt und somit bereits fast so hoch wie die gesamte Kapazität der Anlagen im Vergangenen Jahr (3,8 Gigawatt). Ende 2009 lag die installierte Leistung der Solaranlagen bei etwa 9,8 Gigawatt, was der Leistung von sieben Atomkraftwerk-Blöcken entspricht.



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