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27. March 2010, 10:40 Uhr Alter: 2 Jahre

Licht aus - Klimaschutz an

Von: Deian I.

Am heutigen Samstag wird die Welt in Dunkelheit getaucht. Um 20.30 Uhr Ortszeit sollen in 120 Ländern und Millionen Haushalten alle Lichter für eine Stunde ausgeschaltet werden. Unter dem Motto "Licht aus - Klimaschutz an" der Umweltorganisation WWF sollen auch Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor in Berlin unbeleuchtet bleiben.

 

Die Aktivisten fordern mehr Aktivität in internationalen Verhandlungen nach dem Scheitern des Klimagipfels in Kopenhagen. Viele Nationen müssen jedoch erst ein mal im eigenen Land für eine gute Energiepolitik sorgen, bevor sie sich weltweiten Vereinbarungen anschließen. Auch die Bundesregierung ist mit ihren angekündigten Energie-Reformplänen nicht gerade ein Paradebeispiel. Es ist immer noch nicht bekannt, wie lange Strom in den 17 Kernkraftwerken nach dem Atomausstieg 2022 produziert werden soll. Die Wirtschaftspolitiker um CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs sind nicht mit einer Verlängerung von 5 bis 20 Jahren zufrieden und wollen eine Verlängerung von 28 Jahren durchsetzen. Der CDU-Minister nannte das rot-grüne Gesetz Erneuerbare Energien (EEG) einen Erfolg. Am 1. April wird das Gesetz zehn Jahre alt. 2009 wurde es von der Koalition weiterentwickelt.

 

Laut Röttgen wurden im Jahr 2009 zehn Prozent des gesamten Verbrauchs an Strom, Wärme und Kraftstoffen durch erneuerbare Energien gesichert. Im Vergleich dazu, im Jahr 2000 betrug der Anteil lediglich 3,8 Prozent. Der Öko-Anteil im Bereich Wärme erhöhte sich von 7,7 auf 8,4 Prozent, beim Auto- Kraftstoffverbrauch ging er wegen der Biosprit Förderung von 5,9 auf 5,5 Prozent zurück. Einer Statistik zufolge verhinderte das EEG einen Ausstoß von 109 Millionen Tonnen Treibhausgasen. Laut Röttgen kann das EU-Ziel für 2020, 18 Prozent der Energie aus Erneuerbaren zu beziehen, erreicht werden. Dabei soll der Atomenergieanteil von 23 Prozent langsam auf Null gesenkt werden. Röttgen verteidigte auch die kürzlich festgelegten Kürzungen für Solarförderungen, da der Markt von Investoren überfordert sei. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte veranlasst, jede Jahreszahl bis zur Erarbeitung des Energiekonzepts im Sommer oder Herbst zu verbannen. Dennoch sorgen Wirtschaftspolitiker für Schlagzeilen, indem sie Laufzeiten bis 2050 errechnen lassen.



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