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16. June 2011, 17:19 Uhr Alter: 340 Tage

Mainova investiert in Windkraftanlage

Von: Deian I.

Der Energieversorger Mainova aus Frankfurt plant eine Investition in Höhe von 10 Millionen EUR in eine mittelhessische Windkraftanlage, um die Nachfrage nach Ökostrom abzudecken. Unternehmensangaben zufolge soll der Windpark noch in diesem Jahr in Betrieb gehen.



Das Frankfurter Unternehmen setzt verstärkt auf die Windkraft und kaufte deshalb für 10 Millionen EUR einen Windpark in Mittelhessen. Die 3 Anlagen im Schelder Wald zwischen Dillenburg und Siegbach sollen insgesamt 16 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen und damit rund 6.400 Haushalte versorgen.



Laut Technik-Vorstand Joachim Zientek macht das Unternehmen mit der Investition einen weiteren Schritt in seiner Strategie, die erneuerbaren Energien vermehrt zu nutzen. Bis zum Jahr 2015 will die Mainova etwa 500 Millionen EUR in diesen Bereich investieren, die Hälfte der Summe fließt in Windkraft-Anlagen. Zu der ersten Projekte der Mainova im Bereich der Windkraft gehört der Windpark Havelland in Brandenburg, an dem auch die Münchner Stadtwerke und die Darmstädter HSE beteiligt sind.



Einem Unternehmenssprecher zufolge prüft der Energielieferant derzeit noch weitere Windkraft-Projkte, aber es gäbe noch keine konkreten Verhandlungen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Windparks steigt der Anteil der Windkraft an der Eigenerzeugung des Unternehmens von 1,3 auf 2 Prozent.



Der Windpark im Schelder Wald ist die erste Investition der Mainova in Hessen. Die 190 Meter hohen Anlagen sind weit von den Siedlungsflächen entfernt und werden demnach die Bewohner nicht belästigen.



Das Projekt wurde von dem Wiesbadener Unternehmen ABO Wind entwickelt, das bereits 270 Anlagen mit einer Leistung von 440 Megawatt ans Netz gebracht hat. Durch die Höhe der Anlagen im Schelder Wald wird die Windenergie oberhalb der Wipfel aufgefangen und durch Bäume verursachte Turbulenzen werden daher keine Probleme verursachen.



Bereits heute kann sich die Mainova über einen Anteil von 36 Prozent der erneuerbaren Energien am Strommix freuen. Wie das Unternehmen auf Basis des aktuellen Stromkennzeichens für 2011 mitteilte liegt der Wert etwa doppelt so hoch wie der deutsche Durchschnittswert von 17 Prozent. Die Kernenergie macht bei Mainova lediglich 14 Prozent aus und fossile Energieträger wie Kohle und Erdgas rund die Hälfte des Stroms.



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