Mehr Importstrom seit AKW-Abschaltung
Von: Deian I.Mit Sicht auf den geplanten Atomausstieg im Jahr 2022 wurden vor Kurzem 8 Atomkraftwerke abgeschaltet. Damit stiegen in Deutschland gleichzeitig die Importe von Strom aus Atomenergie. Sicherheitsexperten warnen zusätzlich von einem erhöhten Risiko bei stillgelegten Akws.
In Deutschland herrscht derzeit eine große Euphorie rund um de geplanten Atomausstieg in knapp 10 Jahren. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Strommix konnte bereits in diesem Jahr deutlich erhöht werden und der Trend soll auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden, um das festgelegte Ziel für den Ausstieg zu realisieren.
Dennoch ist genau das eingetreten, was viele Experten vorhergesagt haben: Die Importe von Atomstrom aus den Nachbarländern sind seit der Abschaltung der 8 deutschen Atomkraftwerke stark angestiegen. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stieg der Import aus Frankreich um 50 Prozent und aus Tschechien um 15,7 Prozent an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Strom, der in Atomkraftwerken produziert wurde.
Sicherheitsexperten weisen zusätzlich darauf hin, dass abgeschaltete Anlagen durch eine schwächere Kontrolle und Wartung zu einem hohen Risiko werden. Dennoch wird der Atomausstieg weiter vollzogen.
Die Importzahlen werden teilweise durch den Strom-Export, der in den deutschen Atomkraftwerken entsteht, ausgeglichen. Durch seine zentrale Lage in Europa wird der Strom zahlreicher Energiekonzerne durch das deutsche Stromnetz geleitet.
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