MVV kritisiert AKW-Laufzeitverlängerung
Von: Deian I.Der Energiekonzern MVV Energie AG will gegen die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken klagen. Auf Grundlage des Atomausstiegs hat der Mannheimer Versorger in moderne Anlagen zur Energieerzeugung investiert. Diese Investitionen werden bei einer Laufzeitverlängerung zunichte gemacht.
MVV-Chef Georg Müller kritisierte in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" die geplante Laufzeitverlängerung der Atommeiler. Laut Müller kann im Moment in juristischer Hinsicht nichts ausgeschlossen werden. Müller sagte weiter, dass die Investitionen des fünftgrößten deutschen Versorgers nicht je nach politischer Couleur infrage gestellt werden darf. Die Pläne der schwarz-gelben Bundesregierung nannte der MVV-Chef den "tiefgreifendsten energiewirtschaftlichen Einschnitt in den vergangenen zehn Jahren".
Die Stadt Mannheim brachte MVV im Jahre 1999 als erstes kommunales Energieunternehmen in Deutschland an die Börse. Seit über 10 Jahren ist das Unternehmen an der Energieversorgung Offenbach sowie den Stadtwerken Solingen, Ingolstadt und Kiel beteiligt. Darüberhinaus ist MVV in Tschechien im Fernwärmegeschäft tätig.
Ähnliche Nachrichten: