Netzagentur will auch Wassermarkt regulieren
Von: Deian I.Der mangelhafte Wettbewerb auf dem Wassermarkt wird mit Sorgen von der Bundesnetzagentur beobachtet. Laut Behördenchef Kurth gibt es im Wassermarkt viele Unklarheiten und keine Transparenz. Bevor auf dem Markt eingegriffen werden kann muss man sich zunächst auf politischer Ebene einigen.
Im aktuellen "Handelsblatt" äußerte sich der Präsident der Behörde Matthias Kurth zur Situation auf dem Wassermarkt. Grundsätzlich sei er bereit sich nach den Bereichen Telekommunikation, Strom, Gas und Bahnverkehr auch diesem Gebiet zu widmen. Teilweise sind Kartellämter bereits aktiv, jedoch sollte eine Regulierung Ineffizienzen beseitigen, Kosten senken und natürlich auch die Preise für die Verbraucher zu reduzieren. Die Struktur der deutschen Wasserindustrie ist nahezu unverändert und auch die Preise sind dementsprechend hoch, ganz im Gegensatz zum Energiemarkt, der seit über zehn Jahren liberalisiert werde. Für den Wassermarkt sind die jeweiligen Landeskartellämter zuständig, die so langsam aktiv werden. Laut Kurth ist aber die Politik an der Reihe um Ordnung zu schaffen. Dazu bedarf es aber zunächst einer Entscheidung von Bundestag und Bundesrat, bevor die Netzagentur aktiv werden könne. In einer Debatte müssen zunächst Vor- und Nachteile einer Aufsicht des Kartells im Vergleich zu einer sektorspezifischen Regulierung abgewogen werden.
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