Neue Schaltzentrale für 50Hertz
Von: Deian I.Der Stromnetzbetreiber 50Hertz hat am Montag in Brandenburg seine neue Schaltzentrale eingeweiht, um den Strom im Osten Deutschlands schneller und sicherer weiterleiten zu können.
EU-Energiekommissar Günther Oettinger war einer der Ehrengäste der Einweihungsfeier für die neue Schaltzentrale in Brandenburg, von wo aus in Zukunft alle Stromnetze des Netzbetreibers gesteuert werden. 50Hertz will angesichts der hohen Nachfrage, wofür in erster Linie die Erneuerbaren Energien verantwortlich sind, seine Netze zügig ausbauen. Die neue Schaltzentrale bildet den ersten Schritt für dieses Vorhaben.
Laut Boris Schucht, von der Geschäftsführung von 50Hertz Transmission, wird die Integration der erneuerbaren Energien in Zukunft immer schwieriger. Deshalb wird modernste Technik benötigt, um die Steuerung der Stromnetze zu kontrollieren und optimieren.
Während die Bundesregierung auf eine schnelle Energiewende drängt, bestehen die Netzbetreiber zunächst auf einen Ausbau der Stromnetze. In Norddeutschland entsteht ein Großteil des Ökostroms aus Windkraftanlagen, jedoch ist der Bedarf im Süden am größten. Um den im Norden produzierten Strom sicher und schnell in den Süden zu bringen, benötigt Deutschland stabile Stromnetze.
Um dieser Nachfrage gerecht zu werden plant 50Hertz neue Stromnetze im Osten Deutschlands. Hier trifft das Unternehmen auf wenig Freude, da der Blick auf die Landschaft durch Stromleitungen behindert wird. Erdkabel sind sehr kostspielig und nicht überall machbar. Damit der Netzausbau schneller vorankommt, will EU-Energiekommissar Oettinger die Verfahren zum Netzausbau deutlich verkürzen.
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