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24. November 2011, 15:46 Uhr Alter: 179 Tage

Neuer Streit um das Atomkraftwerk Biblis

Von: Deian I.

Das hessische Atomkraftwerk Biblis, welches nach dem Unglück im japanischen Fukushima vom Netz genommen wurde und vorerst nicht mehr in Betrieb gehen soll, wird wieder heiß diskutiert. Bisher ist nämlich noch nicht bekannt, wann und wie der Abriss der beiden Reaktoren beginnen soll.



Wie das Darmstädter Regierungspräsidium nun entschieden hat, ist der Weiterbetrieb des Zwischenlagers für Atommüll in Biblis noch bis zum Jahr 2046 gestattet. Dies ist quasi eine Laufzeitverlängerung für radioaktive Abfälle. Der Betreiber des Atomkraftwerks RWE könnte das Abfalllager somit noch weiter betreiben.



Der Stromanbieter und das hessische Umweltministerium begrüßen die Entscheidung aus Darmstadt. Im Landtag wurde die Entscheidung allerdings von SPD und Grüne kritisiert. Die beiden Parteien befürchten, dass die freien Kapazitäten in Biblis mit Atommüll anderer Kraftwerke aufgefüllt werden könnten. Dies ist nicht gestattet, da der Atommüll dort bleiben muss, wo er entstanden ist. Darüber hinaus muss jedes deutsche Atomkraftwerk über ein Zwischenlager verfügen, wo abgebrannte Brennstäbe aufbewahrt werden können. Diese Brennstäbe werden später mit Castor-Transporten in das Endlager Gorleben transportiert.



Kommunalpolitiker sind mit der Entscheidung aus Darmstadt sehr unzufrieden. Sowohl sie als auch die Anwohner aus der Umgebung müssen sich bereits mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze durch die Stilllegung des Kraftwerks abfinden. Nun werden sie zusätzlich  der langjährigen Zwischenlagerung von Atommüll ausgesetzt. Fraglich ist zudem, warum das Zwischenlager eine Genehmigung für den Betrieb bis zum Jahr 2046 erhielt, wenn das Atomkraftwerk aus Sicherheitsgründen bezüglich möglicher Flugzeugabstürze geschlossen wurde.



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