Ökostromanteil im deutschen Netz erreicht 20 Prozent
Einer Schätzung des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) zufolge wird der Strombedarf in der Bundesrepublik Deutschland zum ersten Mal zu über 20 Prozent von erneuerbaren Energien gedeckt. Dieser Anteil lag im vergangenen Jahr noch bei 18,3 Prozent.
Der Ökostrom ist lange nicht mehr ein Nichen-Produkt, sondern gewinnt im Strommix stärker an Bedeutung. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wird genau 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs durch umweltfreundlichen Strom gedeckt, was etwa 57 Milliarden Kilowattstunden entspricht.
Dieser Wert lag im selben Zeitraum 2010 bei rund 50 Milliarden Kilowattstunden. BDEW teilte nun mit, dass die 20-Prozent-Marke zum ersten Mal übersprungen wurde, der Trend geht weiterhin Richtung Ökostrom. Der Anteil wird zum größten Teil von der Windenergie geleistet, die etwa 7,5 Prozent des gesamten Strommixes ausmacht. Die Windenergie konnte eine Steigerung von fast einem Prozent verbuchen. Der Strom aus Windkraft wird gefolgt von der Biomasse mit einem Anteil von 5,6 Prozent mit einer Steigerung von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
In diesem Jahr wurden verhältnismäßig viele Photovoltaik-Anlagen gebaut, wodurch die Solarenergie von ehemals 2,0 Prozent auf stolze 3,5 in diesem Jahr zulegen konnte. Die Solarenergie konnte damit auch erstmals die Wasserkraft überholen, deren Anteil in diesem Jahr auf 3,3 Prozent von ehemals 3,6 Prozent absank. Ökostrom aus Müllkraftwerken und anderen regenerativen Energien bleiben mit einem Wert von 0,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 unverändert.
Ähnliche Nachrichten: