Oxfam kritisiert E.ON
Von: Deian I.Der deutsche Energieriese E.ON wurde von der Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam in Bezug auf seine Unternehmenspolitik stark kritisiert. Demnach würde der Konzern mit der Investition und dem Ausbau der fossilen Stromerzeugung, wie zum Beispiel mit Kohle, zu einer Verstärkung des Treibhauseffektes beitragen. Dies erklärte Oxfam am Donnerstag in Berlin.
E.ON benutzt zu einem Drittel Kohlekraftwerke, um Strom zu erzeugen. Dabei stoßen die 21 deutschen E.ON-Kohlekraftwerke knapp 40 Millionen Tonnen des Klimagases Kohlenstoffdioxid (CO2) jährlich aus. Oxfam-Klimaexpertin Ann-Kathrin Schneider warf dem Konzern vor, er blockiere mit seiner Unternehmenspolitik die dringend notwendige Umorientierung der Energiebranchen zu klimafreundlicher Energie. Weiterhin kritisierte die Expertin den Bau eines neuen Kohlekraftwerks sowie die Planung von zwei weiteren. Der Bericht wurde am Donnerstag anlässlich der Hauptversammlung des Energiekonzerns in Essen vorgelegt.
Oxfam kritisierte, dass der Preis für die Umweltverschmutzung vor allem die Menschen in den armen Ländern zahlen müssten. Diese Menschen leiden am stärksten unter den Folgen des Klimawandels. Demnach könnten sich Krankheiten in neuen Gegenden ausbreiten, die dafür bisher zu kalt waren. Darüberhinaus treiben starke Regenfälle und lang anhaltende Dürren die weltweiten Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis in die Höhe. Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, würden darüberhinaus unbewohnbar werden.
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