Pfälzer Kartellamt ermittelt wegen zu hoher Gaspreise
Von: Deian I.Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ermittelt die Landeskartellbehörde in Rheinland-Pfalz gegen einen Gasversorger wegen Verdacht des preismissbräuchlichen Verhaltens. Für Gasanbieter gilt das so genannte Verbot des Preishöhenmissbrauchs.
Weder Ministerium noch Behörde wollte den Namen des betroffenen Versorgers am Mittwoch in Mainz nennen. Laut einer Sprecherin des Ministeriums laufen die Ermittlungen bereits seit sechs Monaten. Der Preishöhenmissbrauch gilt für Gasversorger. Dieser Missbrauch liegt dann vor, wenn die Tarife stark von denjenigen abweichen, die sich bei einem wirksamen Wettbewerb mit hoher Wahrscheinlichkeit ergeben. Laut dem Ministerium gab es in den letzten sechs Monaten im Bundesland Rheinland-Pfalz kaum Schwankungen bei den Gaspreisen. Dies belegt die regelmäßige Überprüfung der Kosten für Haushaltskunden durch die Landeskartellbehörde. Es wurden die Preise von 35 Gasversorgungsunternehmen bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden für ein Reihenhaus oder 35.000 Kilowattstunden für ein frei stehendes Einfamilienhaus analysiert. Demnach ist der Durchschnittspreise gegenüber der letzten Prüfung zum 1. Oktober vergangenen Jahres gesunken. Für einen Verbrauch von durchschnittlich 20.000 kWh pro Jahr bedeutet dies Bruttokosten von 1209 Euro im Vergleich zu 1212 am 1. Oktober 2009. Für einen Jahresverbrauch von 35.000 kWh sanken die Kosten von 2013 auch um lediglich drei Euro auf 2010 Euro. Laut Ministerium wurden die Daten von den Unternehmen bezogen und beziehen sich auf den von den Verbrauchern am häufigsten gewählten Tarif.
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