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26. May 2010, 15:02 Uhr Alter: 2 Jahre

Q-Cells steigt kräftig in die Solarbranche ein

Von: Deian I.

Der Solarzellenspezialist Q-Cells wird demnächst fertige Sonnenstromanlagen verkaufen und wird damit in direkt Konkurrenz mit deutschen Wettbewerbern wie Solarworld und Conergy treten.

 

Der Vorstandschef des Solarzellenspezialist Nedim Cen sagte gegenüber der "Financial Times Deutschland", dass die Module seines Unternehmens preislich in einem attraktivem Bereich liegen werden. Die Q-Cells-Module werden teurer als ein No-Name-Produkt aus Europa oder ein chinesisches Modul sein. Damit wird sich das Unternehmen irgendwo in der Mitte zwischen den billigen Modulen und den deutschen Markenprodukten einreihen.


Der neue Chef baut den Konzern derzeit massiv um. Heute kann mit der reinen Herstellung von Solarzellen kaum noch genug Geld verdient werden. Q-Cells musste im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von und 800 Millionen Euro einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro verbüßen. Deshalb gab der ehemalige Konzernchef Anton Milner seine Führungsposition im März ab. In Zukunft will Q-Celss mit Solarzellen nur noch weniger als ein Drittel der Erlöse erwirtschaften. Die neuen Module werden in Malaysia von einem Auftragsfertiger gebaut. Das Unternehmen überlegt bereits eine eigene kleine Fertigungsstelle zu bauen. Die Module werden bisher lediglich an einzelne Händler und Großkunden wie Viessmann verkauft.

 


Auf der Branchenmesse Intersolar in zwei Wochen stellt das Unternehmen die Module erstmals vor und beginnt mit dem aktiven Vertrieb. Der Modulkampf ist derzeit stark umkämpft und immer mehr chinesische Rivalen drücken die Preise um rund ein Viertel pro Jahr. Laut Cen werden die Preise wie auch bei den Zellen weiter sinken. Deshalb will sich Q-Cells nicht mit dem Modulbau begnügen, sondern sich ohne Zwischenhändler direkt an die Endkunden wenden.



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