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25. October 2011, 14:56 Uhr Alter: 209 Tage

Rating des Energiekonzerns EnBW durch Machtkampf in Gefahr

Beim teilstaatlichen Energiekonzern EnBW steht ein Machtkampf zwischen der baden-württembergischen Landesregierung und dem Chef Hans-Peter Villis bevor. Am heutigen Dienstag erwartet der Finanzminister vom Land und den Anteilseignern, warum das Unternehmen Investitionen in Höhe von 800 Millionen EUR verlangt.



Offenbar soll nicht nur die Lage bezüglich des Geldes geklärt werden, sondern in erster Linie ein Nachfolger für Villis gesucht werden, der für einige Personen die Atomenergie zu stark befürwortet. Für das Energieunternehmen ist der Streit mehr als nur ein Nachteil. Für Verhandlungen mit den Ratingagenturen benötigt Villis die Finanzspritzen der Großaktionäre. Das Schicksal der Ratingabstufung, dass bereits die Konkurrenten E.ON und RWE trafen, versucht die EnBW zu entgehen.



Für Marktbeobachter und Experten wäre die Finanzspritze durch die Anteilseigner ein gutes Zeichen, wodurch die EnBW das gute Rating halten könnte. Sollte das Rating abgestuft werden, würden sich die Kredite verteuern und somit zusätzliche Kosten in Millionen Höhe entstehen.



EnBW-Chef Villis konnte die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) bereits überzeugen. Der Kommunalverband hat einer Kapitalerhöhung über 400 Millionen EUR bereits zugesagt. Die OEW wären im Notfall sogar bereit, 600 Millionen EUR auf den Tisch zu legen.



Auf der Suche nach einem neuen EnBW-Chef könnte sich der Finanzminister Nils Schmidt an Hans-Peter Villis, dem sein Vertrag erst im kommenden Herbst ausläuft, die Zähne ausbeißen. Denn hinter dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden steht nämlich die OEW mit ihren 5 Sitzen. Gleichzeitig soll der Chef von den Mitarbeitervertretern mit 10 Stimmen unterstützt werden.



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